die maschine des todes

ein schlauer mann hier im forum schrieb mal: “wenn man was machen will muss man erst etwas haben .” da ich ein freund des rückwärtsdenkens und der umkehrschlüsse bin, hat dann zu gelten, dass “wenn man was hat, muss man auch was machen”.

ok, ich hatte hier die reste eines 25 jahre alten gartenhächslers mit (für mich) unreparierbaren zubringersystem aber noch funktionierenden motor und gestell.

da mich es schon immer genervt hat, dass die drei haushalte in unserem haus mehr voluminösen plastikmüll als sonstwas produzieren und ich – da grösstes auto – jede 2te woche mit säcken voll in plastik verpackter luft zum recycling hof fahren muss, wollte ich was ändern.

um die luft aus dem plastik raus zu bekommen muss ein schredder her. also gesucht und nach ebay theater, precious plastic planstudium, CAD versuchen zufällig über ein abgebrochenes projekt gestolpert und die basisteile günstig erstanden. als ballast am retourweg vom tauertreffenhab ich sie in der steiermark abgeholt. dann ein getriebe 1:10 organisiert. das war völliges neuland, da ich so dinger ja gar nicht beurteilen kann. gut dass mein neffe felix was ordentliches gelernt hat und mir da die richtigen übersetzungsverhältnisse ausgerechnet hat. auf willhaben ist schliesslich dann so ein ding aufgetaucht und bei uns gelandet. jetzt ging es ans erste behirnen wie man das ganze basierend auf dem gestell des alten teiles zusammenbauen kann. ein altes geländer vom müll lieferte dann den rahmen für die einheit des todes und den ständer. das alles hab ich sauber zusammengebraten und auf dem unterbau befestigt. dann haben wir eine welle aus einem alten meissel gedreht und passend fürs winkelgetriebe gemacht. irgendwie haben wir es auch geschaft einen schlitz reinzufräsen damit wir die alten riemenscheiben noch befestigen konnten.
die ganzen gelaserten messer dann zusammengesteckt und die einheit des todes mit lagerbuchsen und 2 zahnrädern drehbar gemacht. schlussendlich läuft das ding nun mit ca. 80 umdrehungen pro minute fast zu schnell aber erst mal ok. den alten trichter und eine abdeckung haben wir noch passend geflext, geschweisst und am ende mit einem freundlchen auspuff schwarzmatt gesprayed.

hier ist sie also, die maschine des todes mit:

  • kunstvollen schweissnähten
  • liebevollen detaillösungen
  • schönen technischen innovationen
  • vorausdenkendem inscheniörtum
  • höchste sicherheitsstandards

die ersten testläufe liefen vielversprechend und da zeug reinzuwerfen hat absolutes suchtpotential. irgendwann ging uns dann der plastikmüll aus. so kamen wir drauf dass das ding auch dosen schluckt und karton und-aber seht selber.